Bau des Eigenheims in Norddeutschland am günstigsten
Das der Bau eines Hauses nicht gerade billig ist, ist klar, jedoch gibt es teilweise ziemliche Unterschiede innerhalb Deutschlands. Wer jetzt vielleicht denkt, in Ostdeutschland sei der Bau eines Hauses am billigsten, der irrt sich.
Laut einer neuen Analyse des Statistischen Bundesamtes ist Norddeutschland das Paradies für Häuslebauer. Hier sind die durchschnittlichen Quadratmeter-Preise sowie die Baukosten deutlich niedriger als im Rest Deutschlands. Da diese Unterschiede teilweise hunderttausende Euro ausmachen können, sollte man sich vielleicht überlegen nach Norddeutschland zu ziehen.
Bayern für Hausbauer am teuersten
Während man in Bayern im Durchschnitt 1600 Euro für den Quadratmeter berappen muss, ändern sich diese Zahlen je weiter nördlich man schaut. In Sachsen-Anhalt zahlt man nur 1050 Euro, in Bremen 1080, in Brandenburg 1110, Berlin liegt bei 1130 Euro. Lediglich Hamburg fällt hier etwas aus der Reihe, mit 1290 Euro pro Quadratmeter, was um ganze 100 Euro mehr als im benachbarten Schleswig Holstein aber um 150 Euro billiger als im Saarland ist. Im Saarland liegt der Durchschnittspreis mit 1442 Euro pro Quadratmeter deutlich höher als im als teuer verrufenen Hamburg.
Auch bei den Baukosten gibt es bedeutende Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern, muss man in Bayern durchschnittlich 246.000 Euro für die eigenen vier Wände berappen, so sind dies in Mecklenburg-Vorpommern um ganze 100.000 Euro weniger. In Hamburg und Nordrhein-Westfalen liegen die Preise für ein Eigenheim bei unter 180.000 Euro.
Wohnfläche variiert ebenfalls
Bei der Wohnfläche variiert der Durchschnitt auch von Bundesland zu Bundesland, im Saarland hat ein Haus durschnittlich 157 Quadradmeter, in Bayern durchschnittlich 155 Quadratmeter. In Mecklenburg-Vorpommern hat eine Familie im Durchschnitt nur 118 Quadratmeter zur Verfügung, in Berlin sind es 136 Quadratmeter. So unterschiedlich diese Werte auch sein mögen, was in allen Bundesländern gleich ist, ist das die durchschnittlichen Baukosten aufgrund von höheren Rohstoffpreisen und Erhöhung der Mehrwertssteuer innerhalb der letzten drei Jahre um ganze sieben Prozent gestiegen sind, egal ob man sich Immobilien Köln oder ein Haus an der Ostsee anschafft. Das wird wohl auch der Hauptgrund sein warum laut einer neuesten Umfrage immer mehr Hausbauer genau auf die Kosten achten und auch mal auf nebensächliches verzichten.
So verzichten beispielsweise immer mehr Hausbesitzer auf eine Garage und schaffen sich stattdessen ein Carport an was deutlich billiger ist. Dafür ist es immer mehr künftigen Hauseigentümern wichtig, das ihr Haus über eine gute energetische Bilanz verfügt und das mit hochwertigen Materialien gebaut wird. Was laut dieser Umfrage auch klar geworden ist, ist die Tatsache, das zwar an der Quantität aber zum Glück nicht an der Qualität gespart werden muss. Falls man also überlegt innerhalb Deutschlands umzuziehen und einen möglichst günstigen Baugrund und niedrige Baukosten haben möchte, sollte man sich mal in Norddeutschland umsehen.